Einen Kopfstand zu lernen ist viel einfacher, als die meisten denken. Ein wenig (na gut, viel) Kraft, Balance und die richtige Technik: Mehr braucht es nicht, um eine der intensivsten Umkehrhaltungen zu lernen. Bevor ihr fröhlich die Füße in die Luft schwingt macht euch eines bewusst: Nicht der Kopf trägt euch, sondern vor allem die Arm- und Schultermuskulatur. Das heißt es ist vor allem wichtig, diese entsprechend zu trainieren und auszubilden. Wird zu viel Gewicht auf den Kopf gelegt, kann es zu Nackenbeschwerden und natürlich Kopfschmerzen kommen.

Meiner Meinung nacheine der besten Übungen, um sich auf den Kopfstand vorzubereiten ist der Delfin.

  • Unterarmstützposition einnehmen (darauf achten, dass die Schultern weg von den Ohren gezogen sind, kein Hohlkreuz und der Hintern sollte auf der gleichen Höhe der Schultern sein)
  • langsam die Hüfte nach oben schieben, dabei die Meine gestreckt halten, Bauch bleibt angespannt
  • Position halten, langsam wieder in den Unterarmstütz kommen und 8-10 mal wiederholen

Deine Muskulatur fühlt sich nach einiger Zeit (ich würde die Übungen 3-4 mal pro Woche für mindestens 4 Wochen empfehlen) fit genug an, um sich an den Kopfstand zu trauen?

  • Schnapp Dir eine Matte, komm in den Vierfüßlerstand
  • lege den Kopf ab (die Kopfkrone liegt am Boden, nicht die Stirn!)
  • umschließe mit den Händen den Kopf
  • lege die Ellbogen Schulterbreit ab, die Hände nehmen die Position der Ellbogen ein, der Kopf bleibt an der gleichen Stelle

  • hebe die Beine etwas an und leg die Knie auf dem unteren Oberarm ab
  • Zieh die Füße langsam mit der Bauchmuskulatur nach oben
  • hebe die Beine von den Unterarmen ab und ziehe sie langsam, gebeugt nach oben

Die ersten Male sollten die Beine im 90° Winkel bleiben, bis Du dich wirklich sicher fühlst.

Hast Du bereits Dein Gleichgewicht gefunden und musst nicht zwischendrin ausbalancieren? Ist das Gewicht zum größten Teil in den Armen und Schulter und nicht auf dem Kopf? Fühlt sich die Übung gut an?
Kannst Du alle Fragen mit „ja!“ beantworten geht es weiter:

Aus der 90° Grad Position werden nun die Beine komplett durchgestreckt, der ganze Körper ist eine Linie, achte darauf kein Hohlkreuz zu machen und den Bauch anzuspannen.

Eine andere Variante sind die abgelegten Unterarme, die wir bereits aus der Anfangsposition kennen. Für mich persönlich fühlt sich diese Armstellung besser und kontrollierter an, das ist aber individuell und bei jedem anders. Probiere am Besten aus, was sich für Dich am besten anfühlt. Um die maximale Sicherheit zu haben empfiehlt es sich übrigens immer eine zweite Person dabei zu haben: Für Haltungskorrekturen, Balanceschwierigkeiten oder einfach nur als Motivation. Wenn Du alleine übst machst es auch Sinn die Matte vor eine Wand zu stellen, damit Du auf keinen Fall nach hinten umfällst!

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