Das Functional Fitness Training ist seit einiger Zeit in aller Munde. Mittlerweile haben auch die meisten Gyms Wind davon bekommen und bieten selbst auch immer öfter Kurse in dieser Art an. Aber was macht das Functional Fitness Training eigentlich so besonders? Das erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist Functional Fitness Training?

Im Gegensatz zum herkömmlichen Training mit großen Maschinen und Geräten im Gym, trainierst du beim functional Fitness Training komplett ohne Gewichte oder mit speziellen funktionellen Fitnessgeräten.

Der Fokus liegt bei diesem Training in der Regel auch nicht auf Kraft und Masseaufbau. Stattdessen stehen die Gesundheit und eine ökonomische Körperbewegung im Vordergrund. Neben Kraft und Bewegungen werden hierbei auch noch AusdauerSchnelligkeitKoordination und Beweglichkeit trainiert.

Das Training soll dir helfen, alltägliche Bewegungen leichter auszuführen und Verletzungen zu vermeiden. Oft beruhen Übungen bei diesem Training deswegen auf alltäglichen Bewegungen oder können auf diese angewendet werden.

Während du im Gym meistens versuchst, deine Muskeln möglichst isoliert zu trainieren, geht es beim Functional Fitness Training darum deinen Körper immer im Ganzen zu trainieren. Denn auch im Alltag brauchst du im Normalfall mehr als einen Muskel, um eine Bewegung auszuführen.

Wenn du beispielsweise eine Kiste Wasser schleppen musst, brauchst du dafür ausreichend Kraft in den Beinen, aber auch in den Armen und vor allem HändenGleichzeitig muss dein gesamter Rumpf aber auch Kraft aufbringen, um deinen Körper zu stabilisieren.

Im Gym kräftigst du zwar all die verschiedenen Muskeln, wie diese effektiv zusammenwirken, lernst du aber leider nicht. Deswegen sieht Functional Fitness Equipment auch ganz anders aus, als typische Fitness Geräte im Gym.

Hier findest du eine kleine Auswahl an Functional Fitness Equipment, dass du für die folgenden Übungen verwenden kannst.

Aus diesem Grund habe ich folgend 6 kleine Übungen für dich zusammengestellt, mit denen du deine Functional Fitness verbessern kannst.

1. Kettlebell Carries

Wie schon gesagt kommt das Tragen von Gegenständen, wie einer Kiste Wasser in deinem Alltag mit Sicherheit mal vor. Kettlebell Carries sind die perfekte Vorbereitung für diesen Fall.

Nimm einfach 1 Kettlebell in jede Hand. Lass die Arme locker hängen, aber halte die Kettlebells fest. Jetzt gehst du 20 – 30 Meter mit den Kettlebells spazieren und versuchst dabei die Schultern dauerhaft nach hinten zu ziehen und im Rumpf gerade zu bleiben.

2. Plank

Der Plank ist eine der besten Übungen, um deine Rumpfstabilität deutlich zu verbessern. Neben der klassischen Unterarmstütz Variante kannst du aber auch noch viele weitere Varianten ausführen. Mehr erfährst du hier.

3. Stand up

Auch das Aufstehen ist eine sehr funktionelle Übung. Vielleicht ist dir auch schon aufgefallen, dass es gar nicht so leicht ist vom Boden aufzustehen ohne dich mit den Händen abzustützen. Um wieder problemlos ohne deine Hände vom Boden aufzustehen hilft dir die Übung Stand-Up.

Dabei legst du dich zuerst gerade auf den Rücken. Anschließend ziehst du Arme und Beine schnell zueinander, richtest den Oberkörper dabei auf, wie beim Situp und verlagerst dein Gewicht nach vorne. Jetzt solltest du eine Hocke eingenommen haben. Aus dieser Position machst du einen sauberen Squat und bleibst kurz stehen.

Diese Übung ist nicht nur super für deinen ganzen Körper, sondern verbessert außerdem noch deine Koordination. Sei nicht frustriert, wenn du hier am Anfang nicht gleich schaffst in die Hocke zu kommen. Das ist ganz normal. Mit etwas Übung wirst du es aber schon bald schaffen.

4. Lunges mit Sandbag

Lunges sind ebenfalls eine super Übung für das Functional Fitness Training. Besonders wenn du noch einen Sandsack als Erschwerung dazu nimmst. Lunges kräftigen zum einen deine komplette Beinmuskulatur, zum anderen aber auch dein Gleichgewicht, weil der breite Stand mit Kniebeuge verhältnismäßig wackelig ist. Durch den Sandsack muss dann auch noch dein Rumpf stabilisiert werden.

5. Koordinationstraining mit der Koordinationsleiter

Wie der Name es schon sagt, trainiert die Koordinationsleiter deine Koordination. Sie wird vor allem zum Training der Reaktion und Koordination der Beine genutzt. Die schnellen und kurzen Schrittfolgen helfen dir allerdings dabei im Alltag besser zu reagieren, wenn du beispielsweise einmal stolpern solltest. Aber auch das Risiko beim Laufen umzuknicken wird reduziert, weil deine Fußstabilität sich verbessert.

6. Medizinball Pushups

Im Gym trainierst du einzelne Muskeln komplett isoliert. Noch dazu unter idealen Bedingungen. Im Alltag kommt es nur selten vor, dass du einen Muskel komplett isoliert beanspruchst und noch dazu im perfekten Winkel für deine Gelenke. Vielleicht kommt es sogar vor, dass das Gewicht unterschiedlich verteilt ist.

Im Gegensatz zu normalen Pushups simulieren die Medizinball Pushups diese ungleiche Gewichtsverteilung und schulen neben Kraft und Körperstabilität auch wieder deine Koordination.

Fazit

Functional Fitness Training hilft dir deinen gesamten Körper zu stärken, statt einzelner Muskeln. Der Fokus liegt hier auf der Optimierung von Bewegungen im Alltag. Muskelaufbau und Fettreduktion sind hierbei nicht das primäre Ziel, aber häufige positive Nebeneffekte.

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